Vor dem Hintergrund der anstehenden Neuwahlen in Schleswig-Holstein erinnert die CDU-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft an die dringend notwendige Planungssicherheit für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH). Hierzu erklären der wirtschaftspolitische Sprecher und der hochschulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Klaus Puschaddel und Peter Sünnenwold:
„Das UKSH ist dringend darauf angewiesen, dass die notwendigen Investitionen an beiden Standorten nicht weiter verschoben werden. Marode Gebäude und veraltete Infrastruktur bestimmen derzeit die Situation am UKSH, dies ist sowohl den betroffenen Patientinnen und Patienten nicht zuzumuten, als auch eine besondere Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Doch auch die Landesregierung sollte sich überlegen, ob sie nicht selbst auch ein finanzielles Interesse daran hat, in das UKSH zu investieren. So wären Rationalisierungseffekte beim auf zwei Standorte verteilten Uniklinikum nur im Falle einer Umsetzung der bereits vorliegenden Pläne des UKSH-Managements zu erzielen.
Mehr Behutsamkeit in der öffentlichen Debatte ist andererseits bei den häufigen Wortmeldungen zugunsten einer erneuten Trennung des UKSH in unabhängige Klinika an den Standorten Lübeck und Kiel angebracht. Hier ist der zukünftige Bedarf einer Stiftungsuniversität Lübeck ebenso zu beachten wie der wissenschaftliche Anspruch des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, sein Renommee und die Chancen bei der Anwerbung von hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Fest steht: Einfache Antworten gibt es bei der Debatte um die Zukunft des UKSH nicht. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion appelliert daher an die Landesregierung, auch vor dem Hintergrund der verschobenen zeitlichen Abläufe um die Neuwahl des schleswig-holsteinischen Landtags, vor einer notwendigen breiten Diskussion um die Zukunft des UKSH zunächst die Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen voranzutreiben.“