CDU Bürgerschaftsfraktion Hansestadt Lübeck

BAADER: Weltmarktführer fordert bessere Rahmenbedingungen für den Mittelstand

Welche Rahmenbedingungen braucht ein international erfolgreicher Mittelständler, um auch künftig von Lübeck aus auf den Weltmärkten erfolgreich agieren zu können? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs der CDU-Bürgerschaftsfraktion Lübeck beim Familienunternehmen BAADER im Rahmen ihrer Sommertour.

Gemeinsam mit Stadtpräsident Henning Schumann informierte sich die Fraktion über die Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Lübecker Weltmarktführers.

BAADER steht beispielhaft für die Stärke des industriellen Mittelstands in Lübeck. Das familiengeführte Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 770 am Standort Lübeck. Als Weltmarktführer in der Fischverarbeitung sowie führender Anbieter von Maschinen und Bearbeitungslinien für die Geflügel- und Fleischverarbeitung entwickelt BAADER innovative Komplettlösungen aus Maschinen, eigener Software und umfassendem Service. Allein in den vergangenen 25 Jahren erwirtschaftete das Unternehmen von Lübeck aus rund 2,2 Milliarden Euro Umsatz und unterstreicht damit die wirtschaftliche Bedeutung des industriellen Mittelstands für den Wirtschaftsstandort Lübeck.

Beim Rundgang erhielt die Fraktion Einblicke in die Innovationskraft des Unternehmens. Besonders beeindruckte die Entwicklung intelligenter Komplettlösungen, mit denen BAADER weltweit höchste Qualitätsstandards gewährleistet und gleichzeitig Tierwohl sowie Ressourcenschonung berücksichtigt. Stadtpräsident Henning Schumann bezeichnete BAADER als „Aushängeschild für den Wirtschaftsstandort Lübeck“, das eindrucksvoll zeige, „welche Innovationskraft im Lübecker Mittelstand steckt.“

Im Austausch mit der Unternehmensleitung wurde deutlich, dass insbesondere Bürokratie und langwierige Genehmigungsverfahren Investitionen und Innovationen erschweren. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion sieht sich darin bestätigt und hat bereits Mittel für eine Strukturanalyse zur Verwaltungsoptimierung im Haushalt verankert. Für den Fraktionsvorsitzenden Christopher Lötsch zeigt der Besuch: „Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und Digitalisierung sind entscheidend für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes.“

Auch der Fachkräftemangel spielte im Gespräch eine zentrale Rolle. Nach Einschätzung des Unternehmens erschwert insbesondere der angespannte Wohnungsmarkt die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die CDU verweist darauf, dass bereits angestoßene Wohnungsbauprojekte zusätzlichen Wohnraum schaffen und Lübeck als Arbeits- und Lebensstandort langfristig stärken sollen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Bernhard Simon, betonte, Unternehmen benötigten „schnelle Verwaltungsverfahren und verlässliche Rahmenbedingungen“.