Zukunft braucht Bühne: Planungsstart für Theater Lübeck
Die CDU-Bürgerschaftsfraktion unterstützt den beschlossenen interfraktionellen Antrag „Zukunft braucht Bühne“. Mit drei Millionen Euro im Haushalt 2027 kann die Vorplanung für die Sanierung des Theaters Lübeck beginnen.
Damit wird der Sanierungsbedarf konkretisiert, erste Planungslösungen werden entwickelt und die zu erwartenden Kosten genauer ermittelt. Zugleich werden damit wichtige Voraussetzungen geschaffen, um Fördermittel einwerben zu können.
„Unser Theater ist ein Stück Lübecker Geschichte. Schon Emil Possehl hat mit der Schenkung des Grundstücks dafür gesorgt, dass das Theater seinen Platz mitten in unserer Stadt behalten konnte. Seit 1908 steht dort der besondere Jugendstilbau von Martin Dülfer, der über viele Jahrzehnte auch große Namen der Musikgeschichte nach Lübeck gebracht hat. Dieses kulturelle Erbe wollen wir bewahren und in die Zukunft führen. Deshalb ist es gut, dass wir dafür über Fraktionsgrenzen hinweg gemeinsam Verantwortung übernehmen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Lötsch.
Die Sanierung stellt Lübeck zugleich vor eine enorme finanzielle Herausforderung. Die Kosten werden derzeit auf rund 217 Millionen Euro geschätzt – eine Summe, die die Stadt nicht allein tragen kann. Deshalb sollen frühzeitig weitere Partner und Finanzierungsquellen einbezogen werden. Fördermöglichkeiten bestehen beispielsweise bei der energetischen Sanierung, der Barrierefreiheit, der Digitalisierung und bei neuen technischen Lösungen. Auch Spenden sollen einen Beitrag leisten.
Dr. Ulrich Brock, CDU-Bürgerschaftsmitglied und Vorsitzender des Bauausschusses, erklärt: „Bei einem Projekt dieser Größenordnung brauchen wir von Anfang an eine belastbare Planung. Wir müssen den Sanierungsbedarf konkretisieren, die Kosten verlässlich einordnen und die verschiedenen Fördermöglichkeiten gezielt nutzen. Dabei müssen wir von Beginn an auch Land und Bund mit ins Boot holen. Nur so kann aus der notwendigen Sanierung ein Projekt werden, das für Lübeck auch finanziell tragfähig ist.“
Mit dem gemeinsamen Antrag wird jetzt der erste Schritt für die Zukunft des Theaters gemacht. Dabei geht es nicht allein um den Erhalt eines besonderen Gebäudes, sondern auch darum, den Theaterbetrieb dauerhaft an diesem traditionsreichen Ort zu sichern. Ziel ist eine Lösung, die der kulturellen Bedeutung des Hauses ebenso gerecht wird wie der finanziellen Verantwortung gegenüber der Stadt.