CDU Lübeck über die Schließung von Galeria Karstadt Kaufhof tief betroffen

21.06.2020

Über 60 Filialen der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof werden bundesweit geschlossen. Auch die Filiale in Lübeck, die seit 136 Jahren im Zentrum der Innenstadt steht, soll von den bundesweiten Schließungen betroffen sein.
„Besonders für die Mitarbeiter ist die Schließung des Hauses in Lübeck ein tiefer Schlag in die Magengrube. Viele Jahre haben sie für das Missmanagement des Konzernes ihren Kopf hingehalten. Das endgültige Aus ist sehr bitter. Ihnen gilt unsere Solidarität“, erklären Fraktionsvorsitzender Oliver Prieur und Kreisvorsitzender Dr. Carsten Grohmann.

„Es ist daher um so wichtiger, nun für die Zukunft eine geeignete Nutzung der Flächen zu finden und die Innenstadt neu auszurichten. Jahrelang hat die CDU Konzepte eingefordert, die von reinem Decken des Bedarfes der Menschen bis hin zu einer Erlebniswelt Innenstadt führen sollten. Märkte und Menschen ändern sich. Wenn es nicht gelingt, Trends umzusetzen, scheitert das Innenstadtkonzept. Menschen wollen etwas erleben und nicht nur kaufen. Dazu gehören viele Akteure im Markt mit guten Ideen und dem Willen, auch einmal umzudenken“, sagt Dr. Carsten Grohmann.

„Die Hansestadt Lübeck hat in den letzten Jahrzenten sehr viel Geld in die Gestaltung der Innenstadt investiert und ist immer wieder Forderungen des Einzelhandels nachgekommen. Die Straßen sind voll mit Menschen, denn immerhin kommen 1,8 Millionen Tagesgäste jedes Jahr in unsere Stadt. Dieses Potential muss mehr genutzt werden. Die CDU hat dazu in der Vergangenheit Vorschläge gemacht, wie z. B. die Überdachung der Breiten Straße für Außengastronomie“, so Oliver Prieur.

Dr. Carsten Grohmann ergänzt: „Die Politik für die Schließung von Karstadt in Lübeck verantwortlich zu machen, ist purer Unsinn. Wir haben uns immer für die Altstadt stark gemacht. Aber Einzelhandel, in einem Oberzentrum wie Lübeck es ist, geht nicht nur in der Innenstadt, wenn Auswärtige diese nicht mit dem Auto erreichen können. Wir haben uns stets für die Erreichbarkeit der Altstadt mit allen Verkehrsmitteln eingesetzt, auch mit dem PKW. Wir haben uns aber auch auf die Reduzierung des Durchgangverkehres der Autos geeinigt mit der Voraussetzung, dass sich die Altstadt neu und spannender entwickelt als bisher. Das ist aber noch nicht erfolgt. Der Bürgermeister ist jetzt zusammen mit der Verwaltung und der Wirtschaftsförderung gefordert, mit Vermietern und Mietern auf der Altstadtinsel den Prozess zu beschleunigen.“

„Das Lübeck Management und das Stadtmarketing sind gefordert, moderne Ideen für die Innenstadt zu entwickeln: Wo sind Konzepte für Kinderbetreuung während des Einkaufs, Lieferungen der Einkäufe nach Hause und für unvergessliche Erlebnisse für die Kunden? Diese Konzepte brauchen wir jetzt“, so Dr. Carsten Grohmann abschließend.